Gesellschaft für Automatisierungstechnik mbH

Referenzen

Verladeautomation für ein Tanklager

 

In dem betroffenen Großtanklager eines langjährigen Kunden werden u. a. Heizöl, Otto- und Dieselkraftstoffe gelagert und per Tanklastwagen (TKW) abtransportiert. Die Befüllung der Wagen erfolgt auf mehreren Tankspuren.

Nach der Erstellung eines Pflichtenheftes bzw. der Spezifikationen durch die gat vergab der Betreiber auch die Auftragsabwicklung an unser Unternehmen. Bei der Erstellung und Verwendung neuer Hard- und Software wurde vom Auftraggeber besonderes Gewicht gelegt auf die Einbindung des neuen Rechnersystems an die vorhandene und im Wesentlichen unverändert zu übernehmende Peripherie zur Messwert- und Datenerfassung und Füllspursteuerung.

Einen weiteren Schwerpunkt bildete der notwendige Datenaustausch mit anderen vorhandenen oder geplanten Rechnersystemen des Auftraggebers. Das zu erstellende gTAS (gat-Terminal Automation System) sollte durch seine Funktionen bewirken, dass die vorhandenen Kapazitäten voll ausgenutzt werden und die Verladung vollautomatisch ohne Eingriffe des Lagerpersonals erfolgen kann.

In der Anlage des Kunden waren bereits mehrere S5-Steuerungen, verbunden mit einem L1-Bus, vorhanden. Bei der damals bestehenden Visualisierung hatte es sich um Coros LS-C gehandelt. In der ersten Maßnahme wurde diese Visualisierung vom Software-Team der gat durch die neuere WinCC ersetzt. Die Koppelung zwischen WinCC-Server und einer S5-Steuerung erfolgt nun über einen H1-Bus.

Im Rahmen der zweiten Maßnahme wurde die Entwicklung und Einrichtung eines neuen Verladesystems nach Kundenvorgaben durchgeführt: Die gat implementierte eine obere Ebene mit zentralem SQL-Server, der über TCP/IP mit den Clients verbunden ist und sich mit dem SAP-System und anderen Systemen (FTP-Protokoll, automatisiert) abgleicht und über COM-Server an Messwerterfassungssysteme und Kartenlesegeräte angeschlossen ist. Die COM-Server ermöglichen eine Verbindung zwischen seriellen Geräte-Schnittstellen und dem TCP/IP-Netzwerk. Über den WinCC-Server besteht mittels eines zyklisch laufenden Programms eine Verbindung vom SQL-Server zur S5-Steuerung. Das zyklische Programm kommuniziert über H1-Bus mit der SPS und liefert die ermittelten Daten per ODBC an den SQL-Server weiter. Die auf den Clients verwendeten Programme sind von der gat teils mit Access, teils mit Visual C++ entwickelt worden, um die Datenbankstrukturen sowohl schnell als auch den Kundenwünschen optimal angepasst entwickeln zu können. Außerdem ist in die S5-Steuerung ein Kommunikationsprozessor integriert worden (CP-525), um über eine serielle Koppelung (RK 512) mit einer Euro-Überfüllsicherung nach VOC kommunizieren zu können (durch die damit erzielte Einhaltung der neuen Norm entfallen Sicherungen an den TKW; dies ermöglicht eine höhere Ladekapazität und geringere Ausrüstungskosten der TKW). Ergänzende Maßnahme: Bei einer vorhandenen Dämpfe-Rückgewinnungsanlage wechselte die gat die Steuerungen von S5 auf S7 und erreichte so eine stabilere Anbindung an das System.

Die Eckdaten des Systems:

  • Benutzeroberfläche mit gat-Control-Center zum schnellen Wechsel zwischen den einzelnen Programmen und optionaler Anzeige von Hintergrundprogrammen
  • TKW-Befüllungsmanagement mit ID- Karten- und Fahrzeugdatenverwaltung
  • Adressdatenverwaltung
  • Zuteilungs-Management verschiedener Kundenkontingente
  • automatisierter Datenabgleich mit SAP
  • Visualisierung der Prozesse: Fahrzeugdisponierung, Erstellung und Ausdruck von Versandanzeigen, Benutzer- und Passwortverwaltung
©2018gat GmbH

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